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09.05.2019

Achtung, Zeckenplage! - Wichtig: Prophylaxe für Hund und Katze


Experten prophezeien für dieses Jahr eine regelrechte Zeckenplage! Die kleinen Parasiten sind jetzt schon sehr aktiv und einige Hundebesitzer mussten bestimmt schon die eine oder andere Zecke von ihrem Tier absammeln. Da ein Zeckenstich immer die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern in sich birgt, ist es höchste Zeit, Hund oder Katze vor den Parasiten zu schützen. "Das Gefährliche bei einem Zeckenstich ist, dass der Parasit mit seinem Speichel verschiedene Krankheitserreger ausscheidet. So überträgt z. B. der Holzbock u. a. die Erreger der Borreliose und der Gehirnhautentzündung FSME", warnt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK).

Aus diesem Grund rät die BTK zur Prophylaxe und gibt Tipps zum Entfernen der lästigen Blutsauger:

- Die beste Prophylaxe ist ein wirksamer Zeckenschutz. Dafür eignen sich Spot-on-Präparate zum Auftragen auf die Haut, ein Wirkstoff-Halsband oder ein Zeckenschutz-Präparat, das dem Tier durch eine Tablette verabreicht wird. Achtung: Die Präparate nur nach Beratung beim Tierarzt anwenden und nicht im Internet erwerben. Eine unsachgemäße Anwendung kann insbesondere für Katzen bzw. für Tiere mit bestimmten Vorerkrankungen gefährlich sein.

- Da krankmachende Erreger wie Borrelien oder Babesien, die durch die Zecke übertragen werden können, erst nach zwölf bis 24 Stunden ins Blut gelangen, sollten Hund oder Katze nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich abgesucht und Zecken entfernt werden.

- Eine festgesogene Zecke mit einer speziellen Zeckenzange oder mit den Fingern so dicht an der Einstichstelle wie möglich (zwischen Haut des Tieres und Zeckenkopf) fassen und gefühlvoll aber beherzt und möglichst gerade herausziehen. Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt kann sich diese Stelle entzünden. Wenn das passiert oder schon vorher Unsicherheit herrscht, sollten Tierhalter umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

- Niemals "Hausmittel" testen, wie z. B. Nagellack, Öl oder ähnliches auf die Einstichstelle und die Zecke zu träufeln! Der Parasit könnte durch den "Stress" seinen Mageninhalt in die Wunde entleeren, was die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen kann.

Durch den verhältnismäßig trockenen Sommer und milden Winter im vergangenen Jahr, hatten Zecken die besten Bedingungen, sich zu vermehren. Deshalb sollten Tierbesitzer unbedingt die genannten vorbeugenden Maßnahmen umsetzen, um ihre geliebten Vierbeiner zu schützen.


Quelle: Pressemitteilung der Bundestierärztekammer (BTK) vom 09.05.2019