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Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 07.04.2014

Zahl der Tierschutzverstöße in Südhessen erneut angestiegen -
Regierungspräsidium Darmstadt legt die Tierschutz-Jahresstatistik für 2013 vor

Die 14 Veterinärbehörden der südhessischen Landkreise und kreisfreien Städte mussten nach Angaben des Regierungspräsidiums Darmstadt im Jahr 2013 aufgrund von Tierschutzverstößen erneut häufiger einschreiten als in den Jahren zuvor. Die Anzahl der eingeleiteten Bußgeldverfahren steigt bereits seit Jahren kontinuierlich an und erreichte im vergangenen Jahr mit 199 Bescheiden einen neuen Rekordwert.  In weiteren 40 noch schwerwiegenderen Fällen erfolgte im Vorjahr eine Abgabe an die Staatsanwaltschaft.

Solche Strafanzeigen werden durch die Amtstierärzte immer dann erstattet, wenn ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund getötet wird oder wenn ihm aus Rohheit oder länger anhaltende bzw. sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt werden. Nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes droht den Tätern in solchen Fällen eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Die Amtstierärzte und Tiergesundheitsaufseher mussten auch im Vorjahr wieder in unzähligen Fällen Sofortmaßnahmen ergreifen, um leidenden Tieren zu helfen. Hierzu gehörte die Versorgung mit Wasser oder Futter, die Einleitung einer tierärztlichen Behandlung oder die Befreiung aus verwahrlosten Haltungsbedingungen. Dabei werden Missstände bei der Heim- und Haustierhaltung ebenso vorgefunden wie in landwirtschaftlichen Betrieben, Zirkusunternehmen und im Rahmen von Tiertransporten. Bei der Aufdeckung von Tierschutzverstößen spielen auch Hinweise aus der Bevölkerung oder von Tierschutzverbänden eine wichtige Rolle. Der im vergangenen Jahr medienwirksamste Tierschutzfall war mit großem Abstand der auf Video dokumentierte Tod der Elefantenkuh Mädi, die von ihrem damaligen Halter ohne Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes ins Baltikum transportiert wurde, wo sie in einem estländischen See qualvoll ertrank.

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