Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 02.10.2014

EDV-Unterstützung für Verbesserungen in der Tierzucht

Staatssekretärin Flachsbarth übergibt Zuwendungsbescheide für ein Forschungsvorhaben – die Ergebnisse können Tiergesundheit steigern

Die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth hat heute in Verden zwei Zuwendungsbescheide für ein Forschungsvorhaben überreicht, mit dessen Hilfe Merkmale wie Fruchtbarkeit, Gesundheit und Langlebigkeit in der Zucht verbessert werden können.

In dem Vorhaben sollen alle für die Zucht maßgeblichen Informationen und Kenngrößen für eine optimale Anpaarung von Elterntieren abgeleitet und in einem web-gestützten Anpassungsprogramm zusammengefasst werden. Das BMEL unterstützt das Vorhaben mit einer Laufzeit von drei Jahren mit rund 200.000 Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung.

"Bei der Zuchtarbeit muss neben den primären Leistungsmerkmalen in einer modernen Tierhaltung auch die Tiergesundheit berücksichtigt werden. Dies ist ein für das Tierwohl entscheidender Aspekt und Teil der BMEL-Initiative "Eine Frage der Haltung". Ein systematisches EDV-Programm, das alle relevanten Informationen korrekt berücksichtig, gewichtet und zusammenfasst, kann helfen, effiziente und bestmögliche Entscheidungen zu treffen. Daher ist das Vorhaben ein Investment in eine zukunftsfähige Tierhaltung", sagte Flachsbarth zum Start des Projektes. Dessen Ergebnisse könnten einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Tiergesundheit leisten, indem etwa rezessive Erbfehler in der Milchrinderzucht verhindert werden können. Auch könnte durch neue Möglichkeiten einer hornfreien Zuchtlinie langfristig das Enthornen bei Kälbern vermieden werden.

Die Projektpartner sind die Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V. (vit) in Verden sowie der Förderverein Biotechnologieforschung e.V. (FBF) in Bonn. "Angesichts der langjährigen Erfahrung der vit in der Entwicklung und Anwendung von Anpaarungsprogrammen und angesichts der Tatsache, dass über den FBF die Zuchtverbände ihre Anforderungen an die Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit des Programms einbringen können, sehe ich sehr gute Erfolgsaussichten für das Vorhaben und erwarte eine rasche Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis", sagte Flachsbarth.

Ziel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist eine multifunktional ausgerichtete Landwirtschaft, die ressourcen- und umweltschonend produziert und die Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbindet. Hierzu kann die Tierzucht einen wichtigen Beitrag leisten. Daher gehört die Entwicklung und Verbesserung von Tierzuchtmethoden zu den Förderschwerpunkten im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung des BMEL.

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